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F1 - Team Profile

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Formel 1 - Team Profile

Kontakt

McLaren Mercedes

McLaren Technology Centre
Chertsey Road, Woking
Surrey GU21 4YH
England
Tel.: +44 1483 261500
Fax: +44 1483 261502
www.mclaren.com

Grossbritannien

Nach 15 Jahren als Werkspartner von Mercedes geht McLaren zwar weiterhin mit Mercedes-Motoren an den Start, doch die 40 Prozent Anteile am britischen Traditionsteam hat der deutsche Automobilhersteller Ende 2009 verkauft, um bei Brawn einzusteigen und ein reinrassiges Silberpfeil-Werksteam zu gründen.

Fahrerisch setzt McLaren erneut auf die (britischen) Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button. Hamilton, der bereits als Zehnjähriger unter Vertrag genommen wurde, gilt als sentimentale Nummer eins, auf jeden Fall verspricht das britische Starduell aber sportliche und mediale Spannung. Sportliches Ziel ist wie jedes Jahr, die WM-Krone nach Woking zu holen. Der bisher letzte Konstrukteurs-WM-Titel gelang McLaren 1998.

McLaren gilt als eines der unterkühltesten Teams in der Formel 1. Der langjährige Teamchef Ron Dennis war bekannt dafür, viel Wert auf Disziplin zu legen, was sich durch die gesamte Philosophie wie ein roter Faden zieht. Dazu passt auch das extravagante Styling der Fabrik in Woking, die mit Abstand die modernste im Motorsport überhaupt ist. Nachfolger Martin Whitmarsh verfolgt eine ähnliche Philosophie, gilt aber als etwas lockerer.

Gegründet wurde McLaren von Bruce McLaren; Dennis hatte erst seit Anfang der 1980er-Jahre das Sagen. 1995 kaufte sich schließlich Mercedes mit 40 Prozent ins Team ein - der deutsche Automobilhersteller hielt damit lange Zeit den größten Anteil. Seit der Ära der Silberpfeile gelangen 1998, 1999 und 2008 insgesamt vier WM-Titel, zwei davon bei den Fahrern (Mika Häkkinen).

Motorhome - McLaren Mercedes

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Mercedes AMG

Mercedes Grand Prix
Operations Centre
Brackley
Northants NN13 7BD
England
Tel.: +44 1280 84 40 00
Fax: +44 1280 84 40 01
http://www.mercedes-amg-f1.com

Deutschland

55 Jahre nach dem letzten WM-Titel mit Juan Manuel Fangio feierten die Mercedes-Silberpfeile mit einem eigenen Werksteam 2010 ein Comeback in der Formel 1. Der Stuttgarter Automobilhersteller hat dafür Ende 2009 seine 40 Prozent an McLaren verkauft und stattdessen 45,1 Prozent am Weltmeisterteam Brawn übernommen. Weitere 30 Prozent unterliegen der Kontrolle von Daimler-Mehrheitseigentümer Aabar Investments PJLC.

Die Geburtsstunde der Silberpfeile geht auf das Eifelrennen 1934 zurück, für das ein Maximalgewicht von 750 Kilogramm Regel war. Der W25 wog jedoch 751 Kilogramm. Also gab Rennleiter Alfred Neubauer den Befehl, über Nacht die weiße Lackierung abzukratzen, wodurch das silberne Blech zum Vorschein kam. Nach dem Formel-1-Ausstieg im Jahr 1955 wurde dieser Mythos erst 1997 als Partner des McLaren-Teams wiederbelebt.

Mercedes gewann in der modernen Formel 1 die Fahrer-WM-Titel 1998 und 1999 mit Mika Häkkinen sowie 2008 mit Lewis Hamilton sowie 1998 die Konstrukteurskrone. 2009 sicherte man sich als Motorenlieferant des Brawn-Teams indirekt ebenfalls beide WM-Titel. Brawn wurde anschließend aufgekauft und in Mercedes umbenannt.

2010 ging Mercedes übrigens gleich mit drei deutschen Fahrern an den Start: Rekordweltmeister Michael Schumacher feierte nach drei Jahren in der Frührente sein Comeback, dazu kam Nico Rosberg (von Williams) und Test- und Ersatzfahrer Nick Heidfeld, der das Team inzwischen wieder verlassen hat. Letzter Deutscher in einem "echten" Mercedes-Silberpfeil war davor in Monza 1955 Karl Kling gewesen.

Motorhome - Mercedes Grand Prix

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Red Bull Racing

Red Bull Racing
Bradbourne Drive
Tilbrook, Milton Keynes
MK7 8AT
England
Tel.: +44 1908 279 700
Fax: +44 1908 279 711
www.redbullracing.com

Österreich

Nach dem formidablen Einstiegsjahr, in dem man mit einem noch unter Jaguar-Regie gebauten Chassis immerhin 34 Punkte einfahren und viel an Glaubwürdigkeit hinzugewinnen konnte, setzte es für Red Bull 2006 eine eher enttäuschende Saison. 2007 behauptete man sich immerhin im vorderen Mittelfeld, 2008 wurde eher ein Rückschritt gemacht.

Die Austro-Briten um Energydrink-Kaiser Dietrich Mateschitz setzen vor allem auf die Ideen von Stardesigner Adrian Newey. Außerdem wurde die Fabrik in Milton Keynes in den vergangenen Jahren erweitert, das Personal wurde mit einigen handverlesenen Ingenieuren von anderen Topteams ergänzt. Das machte sich 2009 und 2010 tatsächlich bezahlt, denn der Rennstall schaffte den Durchbruch und feierte seine ersten Grand-Prix-Siege.

Mit dem RB6 gelang 2010 sogar der ganz große Wurf und Red Bull gewann beide WM-Titel. Mark Webber hatte lange Zeit die besten Chancen, erster Red-Bull-Weltmeister zu werden, schlussendlich setzte sich beim letzten Rennen in Abu Dhabi aber doch noch Sebastian Vettel durch. Der zu dem Zeitpunkt erst 23-jährige Deutsche krönte damit Mateschitz' Formel-1-Projekt schon im sechsten Jahr seines Bestehens.

Fahrerisch setzt Red Bull mit Webber auf einen erfahrenen Mann, der als hervorragender Qualifyer und solider Rennfahrer gilt. Außerdem wurde Supertalent Vettel 2009 neu an Bord geholt - auf persönlichen Wunsch von Mateschitz, wie gemunkelt wird. Vettel ist der erste Red-Bull-Junior, der sich auch in der Formel 1 etablieren konnte.

Unter den Fans und Journalisten zählt Red Bull zu den beliebtesten Teams, weil es das dynamische Red-Bull-Image vorexerziert und immer wieder mit aufregenden PR-Aktionen für Unterhaltung sorgt. Das kann freilich nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter den Kulissen hart gearbeitet wird.

Motorhome - Red Bull Racing + Toro Rosso

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Scuderia Ferrari

Ferrari S.p.A.
Via Ascari 55-57
41053 Maranello
Italien
Tel.: +39 0536 94 93 62
Fax: +39 0536 94 94 39
www.ferrari.com

Italien

Ferrari ist das traditions- und erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte, und 2007 gelang im Jahr eins nach Michael Schumacher und Ross Brawn mit Neuzugang Kimi Räikkönen der erste WM-Titel seit 2004. Die Italiener haben also den Schnitt in der Teamstruktur mit Bravour bewältigt.

Auch 2008 gelang der Gewinn eines WM-Titels, wenn auch nur bei den Konstrukteuren. Bei den Fahrern schrammte Felipe Massa im spannendsten Finale der Formel-1-Geschichte um einen Punkt am ersten Schlussrang vorbei. 2009 lieferten Massa/Räikkönen den schlechtesten Saisonauftakt in der Teamgeschichte ab. Es folgte durch Räikkönen in Spa-Francorchamps nur ein einziger Sieg. Im Vorjahr kämpfte Neuzugang Fernando Alonso zumindest bis zum letzten Rennen um die Weltmeisterschaft mit.

Geschichtlich gesehen ist Ferrari der klingendste Name in der Formel 1. Gegründet vom legendären Enzo Ferrari, der 1988 verstorben ist, war der Rennstall in den 1920er- und 1930er-Jahren ursprünglich als Alfa-Romeo-Werksteam unterwegs. Ab 1950 nahm Ferrari als selbstständiges Team an der Formel-1-Weltmeisterschaft teil, in der bisher 31 Titel geholt wurden (15 bei Fahrern und 16 bei den Konstrukteuren).

Kein anderer Rennstall außer Ferrari hat bisher an allen Formel-1-Weltmeisterschaften teilgenommen.

Motorhome - Scuderia Ferrari

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Williams F1

Williams F1
Station Road
Grove, Wantage
Oxon OX12 0DQ
England
Tel.: +44 1235 77 77 00
Fax: +44 1235 77 77 39
www.attwilliams.com

Grossbritannien

Williams liegt immer noch im Besitz von Frank Williams, der seit einem Autounfall im Jahr 1986 querschnittsgelähmt ist und im Rollstuhl sitzt, und Patrick Head. Außerdem hat der Österreicher Christian "Toto" Wolff 2009 Minderheitsanteile erworben und es wurden 2011 erstmals Williams-Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt. Das altehrwürdige Team zählt zu den traditionsreichsten in der Formel 1, wartet aber schon seit Jacques Villeneuve 1997 auf einen WM-Titel und seit Juan Pablo Montoya in Brasilien 2004 auf einen Grand-Prix-Sieg. Die letzte Pole-Position gelang Nico Hülkenberg 2010 in Brasilien.

Leitfigur des Teams ist der routinierte Brasilianer Rubens Barrichello, der vor der Saison 2010 vom damaligen Weltmeisterteam Brawn verpflichtet wurde. Sein Teamkollege ist Pastor Maldonado, der als amtierender GP2-Champion in die Formel 1 aufgestiegen ist und zudem enorme Sponsorengelder aus seiner Heimat Venezuela mitbringt.

Als echtes Privatteam kann der in Grove beheimatete Rennstall zwar nicht auf die gleichen Ressourcen wie Ferrari, McLaren und Co. zurückgreifen, aber Technikchef Sam Michael hat in den vergangenen Jahren eine recht schlagkräftige Truppe zusammengestellt, die mittelfristig wieder zu den Topteams aufschließen soll.

Frank Williams hatte bereits 1969 sein erstes Team gegründet, dieses aber 1976 an Walter Wolf verkauft. 1977 stieg er mit Partner Head neu ein. Der Schweizer Clay Regazzoni war es, der 1979 in Silverstone den ersten Sieg feierte. Ein Jahr später folgte mit Alan Jones am Steuer der erste von bisher sieben Fahrertiteln. Die Konstrukteurs-WM konnte Williams sogar schon neunmal gewinnen. Hinter Ferrari und McLaren ist Williams die Nummer drei der ewigen Siegerliste der Formel 1.

Motorhome - Williams F1

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Lotus F1 Team

Lotus F1 Team
Enstone, Oxfordshire
OX7 4EE
United Kingdom
Tel.: +44 1608 678 000
Fax: +44 1608 678 609
http://www.lotusrenaultgp.com/

Grossbritannien

Der Teamname Renault ist eigentlich eine Mogelpackung, denn der französische Automobilhersteller hält keinerlei Anteile mehr am Rennstall aus Enstone, sondern liefert nur noch die Motoren. Volle Kontrolle (100 Prozent) hat vielmehr die Genii-Investmentgruppe von Gerard Lopez.

Die Lotus-Gruppe ist derzeit nur Hauptsponsor des Teams, möchte aber bis spätestens 2012 auch Anteile übernehmen und früher oder später möglicherweise sogar das alleinige Sagen haben. Davor muss aber erst der Namensstreit mit dem Team Lotus von Tony Fernandes beigelegt werden.

Unter der Führung von Genii ist es gelungen, die skandalbehaftete "Crashgate"-Ära unter Flavio Briatore und Pat Symonds hinter sich zu lassen und ein neues Kapitel in der Teamgeschichte aufzuschlagen. Begonnen hatte ja alles als Toleman, dann kam Benetton und dann Renault. Derzeit lenkt Genii das Team, bald vielleicht Lotus. Kurios: 1994 war Lotus noch ein Gegner des Teams aus Enstone...

Renault hat zwar bei weitem keines der größten Budgets in der Formel 1 und auch nicht die meisten Mitarbeiter, aber viele frühere Mitarbeiter der Weltmeisterjahre 2005 und 2006 sind immer noch am Werk - mit Ausnahme von Briatore, Symonds und Alonsos damaligem Renningenieur Rod Nelson. Als große Stärke des Teams gilt die Effizienz, aus wenigen Mitteln das Maximum herauszuholen.

Auch traditionell gesehen gehört Renault zu den wichtigsten Teams der Formel 1: Die Franzosen führten den Turbomotor in den Grand-Prix-Sport ein und waren als Motorenlieferant für Williams und Benetton die dominierende Organisation der 1990er-Jahre. Nach einer kurzen Pause wurde zu Beginn des Jahrtausends das Benetton-Team übernommen und ins heutige Werksteam umgewandelt.

Motorhome - Lotus F1 Team

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Sahara Force India F1 Team

Sahara Force India F1 Team
Buckingham Road
Silverstone Circuit
Towchester
Northants
NN12 8TJ
England
Tel.: +44 1327 850 800
Fax: +44 1327 850 993
www.forceindiaf1.com/

Indien

Das Team mit Sitz in Silverstone stieg bereits 1991 aus der Formel 3000 in die Formel 1 auf und eignete sich unter Gründer Eddie Jordan den Ruf als Talentschmiede an. Höhepunkte waren die Grand-Prix-Siege von Damon Hill und Heinz-Harald Frentzen in den späten 1990er-Jahren. Anschließend folgte jedoch ein langer Fall.

Jordan musste dann aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten an die Midland-Gruppe um Alexander Schnaider verkaufen, der aber bald wieder ausstieg und die Kontrolle an die Sportwagenschmiede Spyker übergab. Auch diese hielt sich nicht lange, so dass das Team nun dem indischen Geschäftsmann Vijay Mallya und der niederländischen Mol-Familie gehört.

Mallya ist dabei die dominante Persönlichkeit und hat den Rennstall in Force India umbenannt - mit der Vision, einen indischen Fahrer in einem indischen Nationalteam beim ersten Grand Prix von Indien auf dem Podium zu sehen. Das erste Podium des Teams gelang Giancarlo Fisichella 2009 in Belgien nach Pole-Position, doch es sollte bei einem einmaligen Erfolgserlebnis bleiben.

Auf der Habenseite steht die weiter intensivierte Partnerschaft mit McLaren und Mercedes, von der Force India profitiert. Andererseits haben in den vergangenen Jahren einige wichtige Techniker das Team verlassen, allen voran Technikchef James Key.

Force India ab sofort mit neuem Namen

Oktober 2011

Das Team von Vijay Mallya firmiert ab sofort als Sahara Force India, nachdem die indische Sahara-Gruppe 42,5 Prozent der Anteile erworben hat

Wie bereits angekündigt, hat sich die indische Sahara-Gruppe in das Force-India-Team von Vijay Mallya eingekauft. Der 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 73 Millionen Euro) umfassende Deal wurde im Rahmen einer Pressekonferenz in Delhi verkündet und bewirkt, dass sowohl Sahara als auch Mallya ab sofort jeweils 42,5 Prozent Anteile am Team halten.

Zuvor war Mallya gemeinsam mit der Mol-Familie 50-Prozent-Eigentümer des Teams. Nachdem das im Finanz-, Immobilien-, Medien- und Hospitality-Bereich tätige Unternehmen Sahara nun 42,5 Prozent der Anteile übernommen hat, hält Mallya den gleichen Anteil, während die verbleibenden 15 Prozent auf die Mol-Familie zurückfallen.

"Ich bin erfreut, Subrata Roy Sahara als Anteileigner am Team Sahara Force India bekanntgeben zu dürfen", so Mallya anlässlich der offiziellen Verlautbarung am Mittwochabend. "Es war mir eine Ehre, das Land Indien mit Force India auf die Formel-1-Landkarte zu bringen und die Performance des Teams auf den aktuellen Stand anheben zu können."

"Die Sahara-Gruppe hat im Bereich Sport in Indien eine wichtige Rolle übernommen und ist ein idealer Partner, um Force India zu noch größeren Erfolgen in der Formel 1 zu führen", setzt Mallya fort. Im zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde steht unter anderem das Kricket-Team Pune Warriors India im Besitz der Sahara-Gruppe. Zudem tritt man als Sponsor des Kricket-Nationalteams auf.

"Indien erklimmt gegenwärtig auf allen Gebieten einschließlich des Sports neue Gipfel", erklärt Subrata Roy Sahara. "Die Formel 1 war lange Zeit eine Bastion der westlichen Welt, bis die Ankunft Indiens in diesem Sport das gesamte Land mit großem Stolz erfüllt hat. Als Mitbesitzer im einzigen indischen Formel-1-Team bin ich nun doppelt stolz und sicher, dass wir unserer Nation ab sofort gemeinsam Stolz und Lorbeeren bescheren werden", so Sahara im Hinblick auf die Partnerschaft mit Mallya.

Motorhome - Sahara Force India F1 Team

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Scuderia Toro Rosso

Scuderia Toro Rosso
Via Spallanzani 21
48018 Faenza
Ravenna
Italien
Tel.: +39 0546 69 61 11
Fax: +39 0546 62 09 98
www.scuderiatororosso.com

Italien

"Toro Rosso" bedeutet zu Deutsch so viel wie "Roter Bulle", was die Eigentümerfrage im Italienischen des ehemaligen Minardi-Teams beantwortet: Der österreichische Energydrink-Hersteller Red Bull zieht bei der Scuderia aus Faenza seit 2006 die Fäden - seit Ende 2008 ohne Gerhard Berger, der zuvor mit 50 Prozent beteiligt war.

Das Ziel von Toro Rosso war ursprünglich, den Red-Bull-Kaderfahrern den Einstieg in die Formel 1 zu ermöglichen und ihnen dort in einem Lehrjahr den nötigen Feinschliff zu verpassen. Inzwischen will sich der Rennstall jedoch auch als konkurrenzfähiges Team in der Königsklasse des Motorsports etablieren. Verglichen mit den Großen verfügt man jedoch über verhältnismäßig bescheidene Ressourcen. Technisch ist Ex-Ferrari-Mann Giorgio Ascanelli verantwortlich.

Seit 2010 operiert Toro Rosso unabhängig vom "großen Bruder" Red Bull, weil das Reglement keine Kundenautos mehr gestattet. Dadurch musste die Fabrik in Faenza in den Jahren 2009 und 2010 personell erweitert und vergrößert werden. Bis dahin wurden zwar die Teile in Faenza produziert, das Design fand jedoch bei Red Bull in Milton Keynes statt.

Übrigens: Das Sagen haben bei der Scuderia Toro Rosso nicht mehr Paul Stoddart und Gian Carlo Minardi, sondern der Österreicher Franz Tost. Den früheren Logistikchef von BMW soll Dietrich Mateschitz persönlich für den Posten des Teamchefs ausgesucht haben. Und was hat sich Tost als Ziel vorgenommen? "Wir wollen in ein paar Jahren zu den Topteams aufschließen", kündigte er bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2006 an.

Gesagt, getan: 2008 gelang dem Team mit Sebastian Vettel in Monza sensationell der erste Sieg. Seither blieben vergleichbare sportliche Erfolge jedoch aus.

Motorhome - Red Bull Racing + Toro Rosso

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Caterham F1 Team

Caterham F1 Team
Hingham Industrial Estate
Ironside Way
Hingham
Norfolk
NR9 4LF
UK
Tel.: +44 1953 851 411
http://www.caterhamf1.com/

Malaysia

Ursprünglich wurde das Lotus-Team 1954 vom genialen britischen Konstrukteur Colin Chapman gegründet. Der Traditionsrennstall feierte mit Piloten wie Jim Clark, Graham Hill, Jochen Rindt und Mario Andretti große Erfolge und gewann 1978 die bis dato letzten seiner insgesamt 13 WM-Titel.

In die Geschichte gingen vor allem Chapmans zum Teil geniale Ideen wie etwa der "Ground-Effect" ein. Seine letzte große "Erfindung" vor dem Tod war die aktive Radaufhängung. Doch nach dem Weggang von Ayrton Senna Ende 1987 konnte Lotus in der Formel 1 nie wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Ende 1994 schien das Kapitel schließlich ganz beendet.

Als die FIA 2009 nach neuen Teams für die Weltmeisterschaft 2010 suchte, bewarb sich auch Lotus. Der Designer Mike Gascoyne hatte von Toyota in Deutschland und dem Formel-3-Team Litespeed in Großbritannien mehrere Ingenieure für ein Projekt zusammengetrommelt. Die Finanzierung kam beim Projekt "Lotus neu" aus Malaysia, angeführt von AirAsia-Boss Tony Fernandes und der Regierung. Die Fabrik des Rennstalls ist in Hingham in der Grafschaft Norfolk angesiedelt, also ganz in der Nähe der traditionellen Lotus-Basis.

Im Premierenjahr 2010 trat das Team als "Lotus Racing" an - mit einer Lizenz der Lotus-Gruppe. Diese kündigte die Lizenzvereinbarung jedoch schon nach einem von fünf Jahren auf. Fernandes erwarb stattdessen die Rechte am Originalnamen "Team Lotus" (von James Hunts Bruder David), während die Lotus-Gruppe gleichzeitig bei Renault einstieg und ihr eigenes Formel-1-Projekt plante.

Ein Rechtsstreit soll demnächst die Ansprüche auf die Marke Lotus klären.

Motorhome - Team Caterham

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HRT Formula One Team

HRT Formula One Team
Grupo Hispania
José Ortega y Gasset, 30. Bajo
28006 Madrid
España
http://www.hispaniaracing.com

Spanien

Das Hispania Racing F1 Team ist eines von insgesamt drei neuen Teams, die in der Formel-1-Saison 2010 debütierten. Das Projekt wurde 2009 von Adrián Campos initiiert, einem ehemaligen Formel 1-Piloten, der 1987 und 1988 für Minardi gefahren war und seit 1998 einen eigenen, in Spanien ansässigen Rennstall unterhielt. Das zunächst Adrián Campos Motorsport, später Campos Racing und seit 2007 Campos Grand Prix genannte Team trat anfänglich in kleineren Klassen an und war bis 2009 in der GP2-Serie aktiv. Als die FIA 2009 eine Senkung der Kosten und eine Budget-Obergrenze festsetzte, wurde der Grand Prix-Sport für neue Teams wieder zu einer realisierbaren Option. Daher bewarb sich Adrián Campos mit seinem Rennstall um eine Teilnahme an der Formel 1-Saison 2010. Im Juni 2009 vergab die FIA zwei feste Startplätze an Campos. Adrián Campos beauftragte daraufhin den italienischen Konstrukteur Dallara mit der Entwicklung eines Chassis; die Motoren sollten von Cosworth bezogen werden.

Bereits im Sommer 2009 gab es erste Berichte über finanzielle Probleme des spanischen Unternehmens, die sich im Herbst und im Winter intensivierten. Seit dem Jahreswechsel wurde wiederholt berichtet, Dallara habe die Entwicklung des Rennwagens eingestellt, da Campos die fälligen Raten nicht bezahlt habe. Adrián Campos versuchte zunächst, durch neue Geschäftspartner zusätzliche Mittel zu bekommen und den Betrieb seines Rennstalls aufrecht zu erhalten; daraus wurde indes nichts.

Am 19. Februar 2010 übernahm der spanische Unternehmer José Ramon Carabante, der mit seiner „Hispania Grupo“ im Immobilienbereich in Spanien und Lateinamerika tätig ist, das Team und setzte Colin Kolles als Teammanager ein. Zu dieser Zeit lag der Betrieb bei Campos am Boden. Kolles ließ sich mit den Worten zitieren: „Sie hatten nichts, nur Chaos“. Kolles baute innerhalb kürzester Zeit unter Rückgriff auf Ressourcen aus seinen eigenen Rennställen einen Betrieb auf und erklärte eine Teilnahme am ersten Rennen der Saison 2010 zum Ziel. Am 3. März 2010 wurde eine Umbenennung des Teams in Hispania Racing F1 Team bekannt gemacht. Das Team hat seinen Standort bislang in Räumlichkeiten von Kolles` DTM-Team in Greding, später soll es seinen Sitz im spanischen Murcia haben.

Motorhome - Hispania Racing Team

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Sauber F1 Team

Sauber Motorsport AG
Wildbachstrasse 9
CH-8340 Hinwil
Tel. +41 44 937 90 00
Fax +41 44 937 90 01
www.sauberf1team.com

Schweiz

Sauber ist ein Schweizer Motorsport-Rennstall mit Sitz in Hinwil im Zürcher Oberland, das von 1982 bis 1991 in der Gruppe C der FIA-Sportwagen-Weltmeisterschaft startete und von 1993 bis 2005 in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Ende 2005 wurde es vom Automobilhersteller BMW übernommen und blieb bis zum Rückzug der Marke Ende 2009 als Formel-1-Team unter dem Namen BMW Sauber F1 Team bestehen.

Am 27. November 2009 fand die nächste Pressekonferenz statt, diesmal in Hinwil. Peter Sauber hatte sich mit BMW geeinigt und sein Lebenswerk wieder zurückgekauft. Die Freude war getrübt, denn BMW hatte zuvor bereits entschieden, Personal abzubauen. Von damals 388 Mitarbeitern wurde auf 260 reduziert. Mit diesem Personalbestand, mit Ferrari als Motorenpartner und den Piloten Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa nahm die Hinwiler Mannschaft die Saison 2010 in Angriff.

Die erste Saisonhälfte war von einer Vielzahl technisch bedingter Ausfälle geprägt, wie sie in der Teamgeschichte noch nie vorgekommen waren. In den ersten acht Rennen holte die Mannschaft nur einen einzigen WM-Punkt, bis zum Saisonende wurden es dann noch 44. Kobayashi sammelte davon 32 Zähler, de la Rosa und Heidfeld, der den Spanier für die letzten fünf Grands Prix ersetzte, trugen je sechs Punkte bei.

Von 1993 bis einschließlich 2010 traten für das Formel-1-Team 21 Piloten bei 307 Grands Prix an.

Motorhome - Sauber F1 Team

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Marussia F1 Team

MARUSSIA VIRGIN RACING
INGLEWOOD COACH HOUSE
OLD ROAD
STALYBRIDGE
CHESHIRE
ENGLAND
http://www.marussiavirginracing.com/

Grossbritannien

Das Marussia-Virgin-Team entstand im Jahr 2009, als die FIA nach neuen Rennställen für die Formel-1-Weltmeisterschaft suchte. John Booth, Chef des Formel-3-Teams Manor, trommelte eine Crew zusammen und holte anschließend den Investor Richard Branson von der Virgin-Gruppe an Bord, der dem Team den Namen gab.

Die technische Verantwortung trägt der ehemalige Simtek- und Benetton-Designer Nick Wirth, dessen Philosophie es ist, seine Autos komplett ohne Windkanal nur mit CFD-Simulationen zu bauen. Der Mitarbeiterstab setzt sich zum Teil aus alten Manor-, zum Teil aus alten Formel-1-Leuten zusammen, die ihre bisherigen Teams verlassen haben. Führungsfahrer ist seit Beginn des Teams der Deutsche Timo Glock.

In der Premierensaison erging es Virgin jedoch wie allen neuen Teams und es gelang kein einziger Punkt. Aufgrund der schlechteren Einzelergebnisse wurde Virgin 2010 sogar Letzter der Konstrukteurs-WM. Dennoch erwarb am Jahresende der russische Automobilhersteller Marussia, bis dahin nur einfacher Sponsor, Anteile am Rennstall.

Motorhome - Marussia F1 Team

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Pirelli & C. S.p.A.

Viale Piero e Alberto Pirelli n. 25
20126 Milano, Italy

Phone: +39 02 64421

Italien

Die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile), die Teams, vertreten durch FOTA (Formula One Teams Association), sowie das Organisations-Komittee der Formel 1, vertreten durch FOM (Formula One Management) haben sich für Pirelli als exklusiven Lieferanten der Formel 1 entschieden. Ausschlaggebend waren die konkreten Vorschläge des italienischen Unternehmens, wie man den Teams technische und operative Stabilität garantieren kann.

Die aktuelle Wirtschaftslage führte zu einem realistischen und kooperativen Ansatz mit allen Teams, wobei die Kosten für Produktion und Logistik fair geteilt werden.

Die Rückkehr von Pirelli in die Formel 1 bedeutet zugleich, die Zukunft fest im Blick zu haben. Denn das Erforschen und Entwickeln neuer innovativer Reifen, befördert durch die Kooperation mit allen Teams, ist ein entscheidender Teil dieses spannenden Programms.

Pirelli ist außerdem stolz, bekannt geben zu können: Das Unternehmen wird die GP2 Serie – das anerkannte Sprungbrett in die Formel 1 – für drei Jahre von 2011 bis 2013 beliefern.

Die jüngste Beteiligung von Pirelli in der höchsten Klasse der Einsitzer-Rennen ist eine willkommene Ergänzung der anderen Motorsport-Aktivitäten des bekannten italienischen Unternehmens, einschließlich des diesjährigen Vertrags über die Reifenlieferung für die erste GP3 Serie. Pirelli wird somit ab dem Jahr 2011 der einzige Lieferant für jede der prestigeträchtigsten Rennserien der Welt werden.

Pirelli plant umfangreiche Investitionen in der Unternehmens-Kommunikation, um den höchsten Nutzen aus dem hohen Bekanntheitsgrad und der modernsten Technologie zu ziehen, die mit der Belieferung der Formel 1 einhergehen. Eingesetzt werden Ressourcen und Budgets, die für diesen Zweck bereits bereitgestellt worden sind.

Die Kommunikations-Kampagne wird in erster Linie dazu beitragen, die zunehmende Präsenz von Pirelli in den Schwellenländern zu unterstützen: Denn Lateinamerika, der Mittlere Osten und der Asien-Pazifik-Raum sind Regionen, in denen die Formel 1 häufig präsent ist.

Daher wird die Formel 1 eine wichtige Visitenkarte für die Marke Pirelli werden, die bei der kommerziellen und industriellen Expansion helfen kann, ohne die langfristige Finanzstrategie des Unternehmens zu irritieren.

Die weltweite Präsenz, die durch das enorme Medien-Interesse an der Formel 1 garantiert ist, gebündelt mit dynamischen Plänen, die Beteiligung an der Formel 1 für zentrale Aktivitäten des Kerngeschäfts des Unternehmens zu nutzen, bieten der Marke eine einzigartige Gelegenheit, ihren Return on Investment zu maximieren.

Der neue Formel 1 Vertrag krönt die historische Beteiligung von Pirelli im weltweiten Motorsport, die zurückgeht auf das Jahr 1907, als die italienische Firma das Straßenrennen Paris-Peking gewann. Der letzte Formel 1 Sieg, der von Pirelli errungen wurde, war der Große Preis von Kanada 1991, mit Nelson Piquet in einem Benetton.

Motorhome - Pirelli