MotoGP - Weltmeister
Die MotoGP löste zur Saison 2002 die seit 1949 bestehende 500 ccm Klasse als höchste Kategorie innerhalb der FIM-Motorrad-WM ab.
Weltmeister
| Jahr | Fahrerweltmeister | Nation | Teamweltmeister | Nation |
| 2011 | Casey Stoner |
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Honda Repsol |
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| 2010 | Jorge Lorenzo |
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Yamaha Fiat |
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| 2009 | Valentino Rossi |
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Yamaha Fiat |
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| 2008 | Valentino Rossi |
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Yamaha Fiat |
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| 2007 | Casey Stoner |
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Ducati Marlboro |
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| 2006 | Nicky Hayden |
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Honda Repsol |
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| 2005 | Valentino Rossi |
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Yamaha Gauloises |
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| 2004 | Valentino Rossi |
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Honda Repsol |
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| 2003 | Valentino Rossi |
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Honda Repsol |
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| 2002 | Valentino Rossi |
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Honda Repsol |
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Startnummer: 27
Australien
- Name: Casey Stoner
- Geburtsort: Kurri-Kurri - Australien
- Nationalität: Australien
- Geburtsdatum: 16. Oktober 1985
- Gewicht: 58 kg
- Größe: 1.71 m
- Hobbies: Motocross, Trial, PlayStation
- Lieblingsgetränk: Red Bull
- Musikgeschmack: Pop
- Lieblingsgetränk: Red Bull
- http://www.caseystoner.com.au/
Casey Stoner wählte die perfekte Location, um sich seinen zweiten Titel in der MotoGP zu holen. Der Repsol Honda Fahrer sicherte sich die Krone an seinem 26. Geburtstag beim Heimrennen, dem Grand Prix von Australien.
Der erste und einzige Honda Fahrer, der in der 800cc-Ära den Titel für das Werk holen konnte – heißt Casey Stoner. Damit ist der Australier zum zweiten Mal nach 2007 Titelträger, damals mit Ducati. Mit seinem erneuten WM-Titel ist er erst der fünfte Fahrer, dem es gelingt, mit zwei verschiedenen Herstellern Weltmeister zu werden. Das gelang bislang nur Giacomo Agostini, Valentino Rossi, Geoff Duke und Eddie Lawson.
Casey Stoner wurde bereits mit 15 eine große Zukunft voraus gesagt, als er sein Debüt in der 125cc als Wildcardfahrer in Donington Park 2001 gab. Stoner war den gleichen Lehrweg gegangen, wie sein zukünftiger Teamkollege bei Honda, Dani Pedrosa. Stoner Familie zog nach Europa um, um die Karriere ihres Sohnes zu unterstützen.
Seine erste komplette Saison absolvierte der junge Australier in der 250cc beim Team von Lucio Cecchinello 2002, doch erst ein erneuter Wechsel in die 125cc brachte den Durchbruch für das Talent. Stoner holte vier Podestplätze und den ersten Sieg beim Saisonfinale. 2004 startete er für KTM holte den ersten GP Sieg für den Hersteller und kämpfte mit um den WM-Titel. Am Ende wurde er Fünfter in der Gesamtwertung.
Im Jahr darauf stieg er wieder in die 250cc auf, erneut startete er für Cecchinello und lieferte sich ein spannendes Duell mit Dani Pedrosa um den Titel. Er holte fünf Siege mit Aprilia und im Jahr darauf stieg er mit dem LCR Team auf einer Honda in die MotoGP auf, wo er bereits Teile seines Talents aufblitzen ließ. In seinem erst zweiten Rennen konnte er die Pole in Katar holen und einen zweiten Platz in der Türkei. Allerdings gab es auch einige Stürze, die für viel Enttäuschung sorgten. Doch das alles gehörte zum Lernprozess und Ducati war überzeugt genug den Australier ins Team zu holen. Eine atemberaubende Saison sollte folgen.
Seinen ersten MotoGP-Sieg holte er beim Auftaktrennen in Katar 2007, eine Überraschung für Fahrer und Team, aber eine die durch weitere Erfolge revidiert werden sollte. Denn auch in der Türkei und in China gewann er und mauserte sich damit zum Titelkandidaten 2007. In Katalonien legte er ein beeindruckendes Rennen hin, er lieferte sich ein Duell mit Valentino Rossi, das in die Geschichte eingehen sollte. Andere Rennen dominierte er hingegen mit Pole-Start-Ziel-Siegen, wie Laguna Seca, Brünn und Misano. Stoner holte sich vier Rennen vor dem Saisonfinale den Titel 2007 mit zehn Siegen und insgesamt 14 Podestplätzen eingefahren mit fünf Pole-Position.
2008 machte sich Stoner an die Titelvereidigung, er duellierte sich erneut mit Rossi, vor allem das Rennen von Laguna Seca wird vielen noch in Erinnerung sein. Der Australier wurde Vizeweltmeister hinter dem Italiener, obwohl er sechs Siege und neun Poles holen konnte und eine gute Saison mit der Desmosedici hinlegte.
2009 erwies sich als weniger schöne Saison für Casey Stoner, der zur Mitte der Saison drei Rennen aus gesundheitlichen Gründen auslassen musste. Eine Laktoseintoleranz wurde diagnostiziert, doch erst nach vielen Untersuchungen. Am Ende der Saison wurde er Vierter. 2010 lief es nicht viel besser, er konnte drei Siege holen, alle zum Ende der Saison. Die Desmosedici erwies sich als immer schwerer zu beherrschen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits verkündet worden, dass er 2011 zu Repsol Honda gehen würde.
Der Wechsel erwies sich als ähnlich herausragend wie 2007, denn er konnte erneut sein Talent beeindruckend unter Beweis stellen, er dominierte die Saison vom ersten Rennen an. Pole und Sieg kamen bereits beim ersten Rennen in Katar und deuteten bereits an, was kommen sollte. Die Dominanz zog sich fast fehlerfrei durch die gesamte Saison bis zum Rennen auf Phillip Island, wo er bereits neun Saisonsiege hinter seinem Namen stehen hatte. Zudem legte er eine beeindruckende Konstanz an den Tag, nur einmal schaffte er es nicht auf das Podium, beim zweiten Saisonlauf in Jerez, wo er von Valentino Rossi durch einen Sturz mit ins aus gerissen wurde.
Mit seinem Sieg in Australien, den fünften auf dieser Strecke in Folge, holte sich Stoner nicht nur seinen zweiten WM-Titel und den 32. GP-Sieg in seiner Karriere, den elften der Saison, er schaffte auch einen neuen Saison-Polerekord für die 4-Takt-Ära.
Fakten rund um Casey Stoners Erfolge
- Casey Stoner ist der erste Honda Fahrer, der den MotoGP Titel in der 800cc-Ära holen konnte.
- Stoner gewann seinen letzten Titel 2007 in der MotoGP-Klasse und durch seinen Titelgewinn 2011 ist er der erste Fahrer, dem der erneute Gewinn nach drei Jahren gelang.
- Er startete elf Mal von Startplatz eins, was ein neuer Rekord ist für Poles innerhalb einer MotoGP Saison in der 4-Takt-Ära.
- Er ist erst der fünfte Fahrer, der den Titel mit zwei verschiedenen Herstellern gewinnen kann. Das gelang bislang nur Giacomo Agostini, Valentino Rossi, Geoff Duke und Eddie Lawson.
- Casey Stoner hat 32 GP-Siege, damit ist er Fünfter in der ewigen Bestenliste nach Valentino Rossi, Giacomo Agostini, Mick Doohan and Mike Hailwood.
Startnummer: 99
Spanien
- Name: Jorge Lorenzo
- Geburtsort: Palma de Mallorca - Spanien
- Nationalität: Spanien
- Geburtsdatum: 4. Mai 1987
- Gewicht: 55 kg
- Größe: 1,70 m
- Hobbies: Videospiele, Internet, Musik, Freunde
- Lieblingssportarten: Fußball
- http://www.lorenzo99.com/
Der Weg zum Weltmeistertitel 2010 von Jorge Lorenzo, wurde mit einer Reihe von neuen Rekorden gepflastert. Begonnen hat der Spanier als Mini-Cross-Fahrer mit drei Jahren, gefolgt von Trial, Mini-Moto und Motorcross auf Mallorca. Von da aus ging es weiter in die 50cc Copa Aprilia-Klasse, wo er sich den Titel holte. Mit einer Sondergenehmigung kam er bereits als 13-jähriger in die Spanische Meisterschaft.
Mit einem Rekord, der wohl nur schwerlich zu knacken sein wird, wurde Lorenzo der jüngste Fahrer, der je in die Weltmeisterschaft kam. 2002 wurde er am Jerez-Wochenende 15, das Mindestalter für die Motorradweltmeisterschaft, und gab sein Debüt auf einer Derbi. Der Beginn einer erfolgreichen WM-Karriere.
In der darauf folgenden Saison holte er sich seinen ersten Sieg in der 125cc-Klasse, in Rio de Janeiro, Brasilien, mit einem unglaublichen Manöver, außen herum an Casey Stoner vorbei. 2004 konnte er weitere drei Siege einheimsen, bevor er in die 250er-Klasse wechselte. In seiner ersten Saison auf Fortuna-Honda holte er vier Pole-Positionen und sechs Podestplätze.
2006 wechselte er zu Aprilia und war damit der Top-Favorit für die Weltmeisterschaft. Er bestätigte diese hohe Einschätzung mit acht Siegen und zehn Pole-Positionen und holte sich den Titel beim letzten Rennen in Valencia.
2007 dominierte Lorenzo ebenfalls und holte sich erneut den Titel, mit neun Siegen, die er alle von Pole aus holte. Mit nur 20 Jahren war er damit zweifacher 250cc-Weltmeister. Lorenzo wurde danach von Yamaha in die MotoGP geholt, als Teamkollege von Valentino Rossi.
Jorge Lorenzo kam wie erwartet mit Pauken und Trompeten in die Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft. Vor allem in den ersten fünf Rennen beeindruckte er. Der Fiat Yamaha-Fahrer holte gleich in seinem ersten Rennen in der MotoGP-Klasse die Pole-Position und wurde Zweiter. Auch in den beiden darauf folgenden Rennen konnte er jeweils die Pole holen, und wurde so der erste Rookie-Fahrer, der in den ersten drei Saisonläufen drei Mal die Pole einfahren konnte und im Rennen jeweils auf das Podest fuhr. Das dritte Rennen der Saison in Estoril erwies sich als ein perfektes Wochenende für Lorenzo. Der Spanier startete von der Pole und konnte seinen ersten Sieg einfahren.
Leider war die Saison 2008 aber auch von Unfällen durchzogen, mit Verletzungen als Folge, die den Spanier zwangen sein Heimrennen in Katalonien ausfallen zu lassen. Zudem warfen die Verletzungen ihn in der WM-Gesamtwertung zurück, dennoch erreichte Lorenzo immerhin den vierten Platz in seiner ersten MotoGP-Saison.
Jorge Lorenzo startete auch 2009 mit dem Yamaha-Werksteam, neben Rossi und konnte seine Leistungen noch einmal beeindruckend steigern. Er forderte seinen Teamkollegen um den WM-Titel heraus und lieferte sich einige packende Zweikämpfe. Der bekannteste wohl der in Katalonien, als das Rennen erst in der letzten Kurve entschieden wurde. Lorenzo konnte insgesamt vier Siege und zwölf Podestplätze erreichen. Hinzu kamen fünf Pole-Positionen, doch im Titelkampf musste er sich am Ende gegen Rossi geschlagen geben. Für 2010 ist er allerdings einer der Favoriten.
2010 sah Lorenzos Stern weiter steigen. Endlich konnte er seine Ausrutscher abstellen und Konstanz an den Tag legen, die ihm keiner nachmachte. Er fuhr in den ersten 12 Rennen auf das Podest, davon siegte er sieben Mal. Der 23-Jährige ist zudem erst der zweite Spanier, der in der Königsklasse zum Weltmeister wurde, Alex Criville gelang es zuvor. Für die kommende Saison hat er bereits bei Yamaha unterschrieben, für zwei weitere Jahre.
Startnummer : 46
Italien
- Name: Valentino Rossi
- Geburtsort: Urbino - Italien
- Nationalität: Italien
- Geburtsdatum: 16.02.1979
- Gewicht: 64 kg
- Größe: 1.78 m
- Hobbies: Motocross, Go-Kart, Rallye
- Musikgeschmack: Charts
- Lieblingsgetränk: Fanta
Nach einer weiteren Saison voller Dramas auf der Piste, verteidigte Valentino Rossi seinen MotoGP-Weltmeistertitel eine Station vor Ende der Saison in Malaysia. Aber dennoch wird er diesen Titel als möglicherweise Härtesten bisher bezeichnen. Unter gemeinsamen Druck seines Teamkollegen Jorge Lorenzos, wie der konstanten Bedrohung durch Casey Stoner und Dani Pedrosa, ragte der Mann, den viele für den größten Motorradrennfahrer jemals halten, wieder über alle hinaus und sicherte sich 2009 seinen neunten WM-Titel (den Siebten in der MotoGP).
Der Sohn von Graziano, einem gefeierten Piloten der 70er, kam der charismatische Rossi 1996 auf Aprilia in den Grand Prix-Rennsport und konnte gleich in seiner ersten Saison 125ccm-Rennen gewinnen. Er ging raus und holte sich 1997 den 125er-WM-Ttiel und nachdem er auf der italienischen Marke zu den 250ern aufstieg, holte er 1999 den Titel in der Viertelliterklasse. Dann wechselte er 2000 in die 500ccm-Klasse und zu Honda. Schon in seinem Rookie-Jahr kämpfte er um den WM-Titel und holte sich zwei Siege. Am Ende wurde er Vizeweltmeister.
Er wurde erst der zweite Pilot, der in allen drei GP-Klassen den Titel holte, als er 2001 Weltmeister in der Klasse bis 500ccm wurde - wie bei allen anderen Titeln bis dato auch, im zweiten Anlauf. Im folgenden Jahr dominierte er das erste MotoGP Viertakt-Jahr auf der Honda RC211V. Er war auch 2003 unantastbar, bevor er sich auf die größte Herausforderung seiner Karriere einließ und das Honda-Lager verließ, um 2004 seinen Platz bei Yamaha einzunehmen.
Seine Legende wurde in der darauffolgenden Saison besiegelt - auf einem Bike, von welchem viele glaubten, dass es nicht konkurrenzfähig genug sein würde. Das historische Jahr begann für Rossi mit dem ersten Rennen in Welkom, als er der erste Pilot jemals wurde, der aufeinanderfolgende Siege für zwei unterschiedliche Werke holen konnte. Weitere acht Siege bescherten Yamaha den ersten Titel in über einem Jahrzehnt. Und er gewann weiter für den wie ausgetauschten japanischen Hersteller, fügte weitere 35 Siege seit seinem ersten WM-Titel für Yamaha hinzu.
Im Jahr 2005 erreichte er elf Siege auf dem Weg zum Titel, woraufhin es viele Spekulationen gab, dass er den Sport wechseln würde. Doch Rossi gab 2006 in Mugello bekannt, dass er in der MotoGP und bei Yamaha für mindestens ein weiteres Jahr bleiben würde. Doch dann wurde er angespornt, weiter in diesem Sport zu blieben, als er zwei Weltmeisterschaften an seine Rivalen Nicky Hayden und Casey Stoner verlor.
Er schlug schließlich 2008 zurück, holte weitere neun Siege und die Krone ein weiteres Mal. Am Ende unterschrieb er bis 2010 bei Fiat Yamaha. Jetzt, nach dem siebten MotoGP-Titel, liegt Giacomo Agostinis Rekord von acht Königsklassen-Titeln für Rossi in Sichtweite. Den Rekord mit den meisten Siegen aller Zeiten in dieser Klasse hat er bereits übertrumpft.
Wenn er so viele Königsklassen-Titel wie Ago holen könnte, bekäme er die Auszeichnung als größter Fahrer aller Zeiten. Weitere sechs Siege in der Saison 2009 und einige Andeutungen, dass er auch nach 2010 weitermachen könnte, deutet an, dass er genau das schaffen könnte.
Startnummer: 69
USA
- Name: Nicky Hayden
- Geburtsort: Owensboro - USA
- Nationalität: USA
- Geburtsdatum: 30 Juli 1981
- Gewicht: 69 kg
- Größe: 1,73 m
- Hobbies: Flattrack, Minibikes, Basketball, Freunde
- Musikgeschmack: Tupac, Eminem
- Lieblingsgetränk: Red Bull, Bier
- http://www.nickyhayden.com/
Ein weiterer von drei Weltmeistern im MotoGP-Fahrerfeld ist Nicky Hayden. Er ist einer der Top-Fahrer in der Königsklasse.
Der Amerikaner hatte eine lange Renn-Verbindung zu Honda. Seit seinem Einstieg 2003 war er für die Japaner unterwegs. In seiner ersten Saison wurde er buchstäblich ins Kalte Wasser geworfen, als man ihn neben MotoGP-Star Valentino Rossi auf die Maschine setzte. Dennoch bewies er, dass er sich von Namen nicht beeindrucken lässt.
Der Mann aus Kentucky kann auf eine ganze Ahnentafel von U.S.-Fahrern in seiner Familie zurückblicken. Dennoch brauchte der AMA Superbike Champion von 2002 ein bisschen, ehe er in der Königsklasse zurecht kam. Am Ende seiner ersten Saison, zeigte er aber bereits sein Talent, indem er einige starke Rennen absolvierte. Hinzu kamen zwei Podestplätze zu Saisonschluss, durch die er Fünfter in der Gesamtwertung werden konnte. 2004 konnte er in Brasilien und Deutschland auf das Podest fahren, allerdings legte er bis dato nicht genügend Konstanz an den Tag. Etwas, dass er später verändern sollte. Er beendete die Saison als Achter.
2005 wurde er HRC-Fahrer und die MotoGP kehrte nach Laguna Seca zurück. Hayden nutzte seine Vorkenntnisse über die Strecke perfekt aus und fuhr einen Star-Ziel-Sieg heraus. Sein erster MotoGP-Sieg. Danach lief alles besser, so dass er in den neun folgenden Rennen fünf Mal auf das Podest fuhr. Am Ende der Saison war er auf Platz drei.
2006 war die Saison des Nicky Hayden. Er wurde, im letzen Rennen der Saison MotoGP-Weltmeister, nachdem er sich ein packendes Duell mit Ex-Team-Kollegen Valentino Rossi geliefert hatte. Hayden konnte in Assen und Laguna Seca weitere Siege einfahren.
So 2006 das beste Jahr des Nicky Hayden war, folgte 2007 Ernüchterung. Hayden kam mit der neuen 800er Maschine von Honda kaum zurecht. Zudem dominierte Casey Stoner und ein wenig Pech kam ebenfalls dazu. Hayden konnte dennoch einige Podestplätze einfahren und glich damit den enttäuschenden Lauf in Laguna Seca aus, als er mit John Hopkins in der ersten Runde kollidierte und ausschied.
In seiner letzten Saison für Honda konnte Hayden erst im letzten Drittel der Saison seine Form finden. Teilweise wegen einer Verletzung an der Ferse, die er sich bei den ESPN-X-Games zugezogen hatte. Sein erster Podestplatz kam beim Premieren-Rennen in Indianapolis, mit Platz zwei. Beim darauf folgenden Rennen in Malaysia konnte er Dritter werden. Bei seinem letzten Rennen für Honda war er bereits als Werksfahrer für Ducati bekannt gegeben worden.
Der Podestplatz in Indianapolis 2009 wurde das Highlight der ersten Saison mit Ducati. Im Gesamtklassement reichte es allerdings nur zu Rang 13. Die Gewöhnung an die Desmosedici und einige unverschuldete Ausfälle forderten ihren Tribut. 2010 ist Hayden weiter an der Seite von Casey Stoner für Ducati unterwegs.
